9 Schritte, damit Deine Fotos vom Fotografen wirklich gut werden

Zsu Szabó | 06.09.2019 | 0 Kommentar |
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Wie Du mit Aufmerksamkeit, klarer Kommunikation und einer Prise Bauchgefühl zu Deinen Wunschbildern kommst

Ich hatte mal ein grausames Shooting mit einem Profifotografen. Grausam, weil ich mich total unwohl in meiner Haut fühlte. Die Ergebnisse waren dementsprechend: trotz qualitativ hochwertigen Fotos war ich enttäuscht: die Frau auf den Bildern hatte nichts mit mir zu tun: ein 1A gekämmtes Lämmchen mit einem unnatürlichen Lächeln auf Kommando. Der schwarze Pulli hat mich um Jahre älter gemacht, wenn man mein Gesicht überhaupt sehen konnte – denn der Fotograf machte am liebsten Bilder von unten. Schön in die Nasenlöcher fotografiert, dazu noch Doppelkinn. 


Tja, da hatte ich den Salat: Kohle weg, Zeit verplempert und ich war noch richtig sauer. 


Im Nachhinein habe ich mich schwarz geärgert, warum ich so scheu war, nichts dazu zu sagen. Und überhaupt, warum ich doch den Fotografen ausgewählt habe, obwohl mir seine Ansichten schon von Anfang an nicht gefallen haben. 


Wie Du am Ende Deines Shootings die Bilder bekommst, die Du Dir wünschst, habe ich in 9 Schritten zusammengefasst. Los geht's!

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Die Auswahl des Fotografen - Dein erster Eindruck

Wenn Du Dich dazu entschieden hast mit einem Profi Fotos zu machen, fehlt nur noch die Auswahl des Fotografen. Das www wimmelt nur so von Angeboten. Aber wie kannst Du als Laie wissen, wer wirklich tolle Bilder macht? Ganz einfach: schau Dir die Websiten an und mach Dir ein Bild vom Fotografen und wie er arbeitet. 


Jemand kann noch so professionelle Bilder abliefern, wenn er Dir unsympathisch ist, oder seine Art unangenehm. Darum ist die erste entscheidende Frage:


  • Ist Dir der Fotograf sympathisch?

Wenn Du das mit „JA“ beantwortet hast, kannst/sollst Du Dir weitere Fragen stellen:


  • Ist er Experte für die Art der Fotografie, die Du haben möchtest? Oder bietet er, wie ein Gemischtwarenladen alles an?
  • Hat er viel Erfahrung und Know-how – sehen die Bilder professionell aus?
  • Wie ist seine Herangehensweise?
  • Arbeitet er mit Anweisungen, sprich, sind die Fotos gestellt? Oder arbeitet er natürlich, also eher dokumentarisch? Was entspricht Dir mehr?
  • Wie ist seine Bildsprache?
  • Sind die Fotos eher ruhig, oder bewegt mit viel Action? Was steht Dir näher?
  • Magst Du die Farblichkeit der Bilder?
  • Sind die Fotos für Dich nicht zu dunkel, zu hell?
  • Entsprechen sie Deinem Geschmack? (magst Du es opulent, märchenhaft, minimalistisch, durchgestyled oder natürlich?)
  • Ergeben Bilder und Texte (Content) ein harmonisches Gesamtbild?

Versuche so viele Aspekte wie möglich zu betrachten und hör auf Dein Gefühl. Du kannst die Sachen am Ende rationalisieren, aber Dein Gefühl sagt Dir schon im ersten Augenblick ob ja oder nein. Hör darauf!

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Email an den Fotografen - formuliere genau, was Du möchtest!

Wenn Dein Gefühl „JA“ sagt, nimm Kontakt auf. Meistens gibt es dafür einen Kontaktformular auf der Website, so, wie hier: (link zu meinem Kontaktformular) Im besten Fall kannst Du Deine Wünsche, Deine Ideen ins Textfeld tippen. Mach das unbedingt, und mach es genau und konkret! Z.B.: wenn Du derjenige bist, der die Familie immer fotografiert, bist Du wohl kaum auf den Bildern drauf. Schreib dann, dass Du gern auf den meisten Fotos drauf sein möchtest! Oder Du wünscht Dir z.B. Fotos mit Deinem Kind auf dem Weg zur Kita. Dass solltest Du unbedingt reinschreiben, damit ihr den Termin dem anpasst.


Vorgespräch mit dem Fotografen - stell all Deine Fragen!

Als nächstes gibt es bei den meisten Fotografen ein Vorgespräch, was telefonisch oder Skype, etc... erfolgt. BEVOR dieses stattfindet, notiere Dir all Deine Fragen und Bedenken. 

Du wirst sehen, ob und wie sich der Fotograf auf Dich einlässt, ob er Dir auch Fragen stellt, und Deine Fragen beantwortet. Wenn Du das Gefühl hast, dass er Dir aufmerksam zuhört, und auf Deine Wünsche mit Ideen/Tipps eingeht, bleib dabei. Wenn nicht, äußere das, und solltest Du Dich dabei immer noch nicht wohl fühlen, lass die Arbeit mit ihm sein.


Deine Buchung - wähle erst ein kleines Shooting!

Das ist eine tolle Möglichkeit zu testen, wie die Zusammenarbeit mit jemandem funktioniert, und ob mit dem Ergebnis zufrieden bist: wähle zuerst ein kleines Shooting, wie z.B. hier (ITT HIVATKOZÀS AZ EIN NACHMITTAG BEI EUCH-ra) Bei einigen Fotografen, kannst Du das kleine Paket innerhalb eines Zeitrahmens auf ein größeres mit anrechnen lassen. (bei mir innerhalb von …..). Wenn das nirgendwo steht, frag einfach danach!

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Planung und Organisation - beherzige die Tipps des Fotografen!

Je besser Du Dich auf das Shooting vorbereitest, umso weniger Stress hast Du beim Fotografieren: 

Ein guter Fotograf sendet Dir ohne Aufforderung Tipps & Tricks, was Du z.B. aus dem Weg räumen solltest, (KÈSÖBB LESZ IDE EGY HIVATKOZÀS), wie Du das richtige Outfit für Dich und Deine Familie auswählst, (Perfekte Outfits für Dein Familienfotoshooting - so machst Du es richtig) Deine Haare machst, welches Make-Up passend ist, oder allgemeine Tipps. 

Klar, kostet Dich das etwas Mühe, aber es lohnt sich!


Beim Fotoshooting - lass Dir immer wieder ein paar Fotos zeigen!

Kennst Du das – der Fotograf macht und tut, und Du hast keinen Schimmer, wie Du auf den Bildern wirkst. Hab keine Scheu und bitte ihn darum, Dir ab und zu ein paar Fotos zu zeigen. So hast Du die Chance, etwas zu verändern. So kannst Du sehen, dass Dich der schwarze Pulli doch zu alt macht, oder dass der Fotograf Dich aus einer Perspektive ablichtet, der Dir gar nicht gefällt. Kommunikation ist auch hier sehr wichtig!


Location-Wechsel - damit mehr Wumms & Vielfalt reinkommt!

Damit die Bilder nicht zum Einheitsbrei werden, empfehle ich Dir mal die Location zu wechseln. Eine andere Lichtstimmung, ein anderes Setting, etc... bringt Abwechslung, und oft frische Energie rein. 


Ratlosigkeit bei der Bildauswahl - lass Dir helfen!

Ich kenne das: 1000 Fotos und kein Plan, welche Du nehmen sollst. Dann gibt es 10, die fast gleich aussehen. Dir raucht der Kopf und Du hast keinen Bock, die Bilder auszuwählen. Das ist kein Problem, frag Deinen Fotografen um Rat!


(Kundenmeinungen)

Ja, ich setze diese in Klammern, weil ich damit sehr vorsichtig bin: hätte ich mich auf den Urteil anderer zu einigen ArtHouse-Filmen verlassen, hätte ich diese fantastischen Filme nie im Leben angeschaut. Hab ich aber, weil ich inzwischen weiß: die Meinungen sind das Eine. Viel wichtiger ist es, von wem diese Meinungen kommen.

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Deine wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • hör auf Dein Gefühl
  • schau, ob Dir die Herangehensweise und die Bilder gefallen
  • sei genau & konkret
  • stell all Deine Fragen/äussere Deine Bedenken
  • wähle erst ein kleines Shooting 
  • befolge die Tipps des Fotografen (oder bitte um Tipps) 
  • bereite Dich gut vor 
  • lass Dir ein paar Fotos auf'm Display zeigen
  • sag, wenn Du Dich unwohl fühlst, aber auch, wie es für Dich besser wäre
  • wechsle die Location
  • hol Dir Hilfe bei der Bildauswahl
  • lies (mit Vorbehalt) ein paar für Dich relevante Kundenmeinungen 

Keine Sorge – wenn Du es mit einem Profifotografen zu tun hast, wird er Dich in all diesen Punkten unterstützen und Dir nützliche Tipps geben. Dennoch schadet es nicht, selber einen Teil der Verantwortung zu übernehmen: je mehr Du das für Dich tust, umso mehr kannst Du die Dinge lenken und bist weniger ausgeliefert. Ganz, wie im echten Leben;-)


Ich wünsche Dir ein fantastisches Shooting und tolle Bilder!

Zsu

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