Ich bin Zsu, Mutter, Fotografin und Freigeist.

Ich halte euer schönes Leben mit euren Kindern in ehrlichen Bildern fest. 

Wenn ihr mutige und lässige Eltern seid, die das Ungekünstelte schätzen und das Entspannte mögen, seid ihr bei mir richtig - ich fotografiere euch natürlich schön, so, wie ihr seid. Keine Spur von dem erzwungenen Zahnpasta-Werbung-Look. Ihr wisst schon;-)


Als ich anfing, meinen Sohn zu fotografieren, wollte ich unbedingt perfekte Bilder haben: ein immerzu gut gelauntes, sauberes Kind, das im schönsten Licht still hält. Natürlich hatte mein Sohn mal null Bock, fotografiert zu werden, und sicher blieb er nicht im besten Licht stehen. Ich habe mich manchmal echt geärgert, wenn meine Vorstellung nicht hinhaute.


WAS HATTE ICH DAVON?

Jedes Mal, wenn ich diese wenigen Fotos anschaue, schießt mir eine stressige Erinnerung in den Kopf – wie sich mein Sohn gewunden hat, wie er viel lieber spielen wollte, als brav rumzusitzen.


IST DAS DER SINN EINES SHOOTINGS? 

Was haben diese irren Erwartungen mit dem eigentlichen Menschen zu tun? Berühren uns solche Bilder wirklich? Nein, mich nicht. Diese Bilder zeigen die Erwartung eines anderen. Ich möchte den Menschen vor meiner Linse aber nicht zum Wunschobjekt machen, das anderen genügen soll. Ich möchte den Menschen zeigen, der dieser Mensch gerade ist. Ich möchte ihn in seinem Sein erfassen. Und das frei, ohne ihn einzuschränken. 

So gab es nur eine logische Schlussfolgerung für meine Fotografie: Langzeitreportagen. Ihre Ehrlichkeit und Tiefe entsteht durch Aufmerksamkeit, 

Einfühlungsvermögen, echtes Interesse und Zeit. das ist der mehrwert meiner arbeit.

EIN NACHMITTAG BEI EUCH

6 MONATE MIT EUCH

Jahresdokumentation

Ich kam Anfang 2003 als unbedarfte Ungarin nach Berlin. Ich sass in meiner neu angemieteten leeren Wohnung in F'hain. Die Dachfenster offen, es waren nur zwei dünne weisse Vorhänge angebracht. Sie flatterten im Wind. Ich hörte Musik und sass auf einer aufblasbaren Matratze. Ausser meiner Klamotten war die Musikanlage alles, was ich besass. Und in dieser Leere fühlte ich das absolute Glück - das war der Beginn. Wovon, hatte ich noch keine Ahnung. Aber ich ging los und schmiss mich in's Getümmel.







Den Zauber der Bilder habe ich in Berlin entdeckt. Erst überrollten mich buchstäblich die tollsten Filme aller Zeiten (ArtHouse, ich bin ein Freak, also wundert euch nicht über Filmzitate hier und da!), dann wollte ich selber Bilder machen. Zunächst unbewegte. Ich hatte keine Ahnung von Fotografie, aber immer ein spezielles Gefühl, was mich antrieb, weiter zu machen. So langsam aber begriff ich, was es mit der Zeit, der Blende oder ISO auf sich hatte. Ich habe mehr und mehr dazu gelernt und durch die Jahre einige Bereiche der Fotografie ausprobiert. Portraits, Mode für kleine Labels, Interieure.


Auch im Kunst-Kontext passierte immer mehr, (Dokus von Ausstellungseröffnungen, Fotos für Kataloge von Werken von Künstlern, Künstlerportraits) bis ich schließlich meine eigenen Bilder ausstellen durfte. Diese Arbeit liegt mir sehr am Herzen. Meine Themen sind immer persönlich, und die Beschäftigung mit ihnen ist ein wichtiger Teil meines Lebens.






MEINE AUSSTELLUNGEN: 


  • "FÈLELEM & LÈLEK" Tresorraum Powergalerie, Hamburg, 2012 
  • „7" - HAMBURGER BAHNHOF Powergalerie, Hamburg, 2013 
  • "NOTHING PERSONAL" Künstlerhaus Bethanien, Berlin, 2014 
  • "DANCU, DANCU, DANCU" Malkasten Kunstverein, Düsseldorf, 2014 
  • „TRANSFORMATIONEN" Kunstmuseum Dieselkraftwerk, Cottbus, 2014 
  • "THE FOREST" Cloud Gallery, Amsterdam, 2015 
  • "TOTER WINKEL" Torony Galéria, Sopron, 2018




Ich war getrieben und neugierig, und habe festgestellt, dass es großartig ist, unterwegs zu sein. Meine Reisen waren sehr prägend. Ich liebe das Nomadenhafte und das Fremde. Von den vielen Ländern hat es mir Indien am meisten angetan. 


Zurück in Deutschland spielte sich mein Leben in der Kunst-und Clubszene von Berlin, und auch kurz in Hamburg ab. Bevor ich schwanger wurde, dokumentierte ich für’s Berghain die Jubiläumsausstellung für einen Katalog. 



Dann kam mein Sohn, Rocco. Mit ihm änderte sich alles - ich habe mit ihm meine schönste, härteste und spannendste Reise angetreten. Durch die intensive Zeit mit ihm denke ich viel über meine eigene Kindheit und mich als Mutter nach. Auch meine Fotografie änderte sich - ich fing an einen genauen Blick auf die Kinder zu richten: auf diese einzigartige, intuitive Wesen, die eine unfassbare Tiefe und Reinheit haben. 


Und weil mich das so zieht, fing ich an, Kinder und ihre Familien zu fotografieren. „Rocco und seine Freunde“ ist nicht nur der Schnittpunkt der Fotografie, des Films oder meiner Mutterschaft, – sondern zeigt er vor allem meinen Wunsch und meine Vision, was jedes Kind bekommen soll: eine geschützte, glückliche Kindheit durch die bedingungslose Liebe. 


Dieses Glück möchte ich für euch und eure Kinder in meinen Bildern festhalten.

MEIN ZIEL IST ES NICHT, BESSER ZU SEIN, ALS EIN ANDERER FOTOGRAF. ICH MÖCHTE HEUTE 

BESSER SEIN, ALS ICH ES GESTERN WAR. ICH WILL JEDEN TAG ALLES GEBEN. 

FÜR MICH UND FÜR EUCH.


Was mir wichtig ist:

  • Mit meinem Sohn zu sein. 
  • Ruhe, Leere und Stille.
  • Essen, das mit Liebe gemacht ist. 
  • Das Fremde nicht zu fürchten. Spontan, flexibel, offen und lebendig zu bleiben.
  • Sonne, Licht und Wärme.
  • Zu reisen. Egal, wohin.
  • Im dunklen Club zu tanzen. Bis ich von der Bassbox runterfalle.
  • Mit meinen liebsten Menschen zu sein.
  • Produktivität und Konstruktivität.
  • Mich mitreissen zu lassen. Durch ein Buch, eine Ausstellung, ein Gespräch...
  • Wenn ich durch den Sucher gucke und die Schönheit sehe. Und dann: Klack.
  • Mut und Entschlossenheit.
  • Lange Spaziergänge. Draussen zu sein.